4 Kommunikationsregeln

Kaffeepause.jpgAus verschiedenen Quellen lassen sich vier einfache Regeln aufstellen, wie mit anderen umzugehen sei:

1. Regel oder die blecherne Regel:

„Verhalte Dich so wie Dir gerade ist!“
Der assoziierte Ansatz aus sich selbst heraus. Kongruent, authentisch und energiereich und sehr positiv, solange die Stimmung dazu positiv ist und keine sozialen, kommunikativen Kollateralschäden in der Wirkung bei anderen zu beklagen sind. Die Schadenswahrscheinlichkeit steigt, wenn sich zur Spontanität Ärger, Wut, schwaches Selbstwertgefühl gesellt.

 

2. Regel oder die goldene Regel:

„Verhalte Dich so, wie Du möchtest, dass sich andere Dir gegenüber Verhalten.“
Diese Regel erinnert in seiner Grundidee an Kants „kategorischen Imperativ“, nach der das eigene Verhalten das Vorbild für eine allgemeine Gesetzgebung sein könnte. Bei Gebrauch dieser Regel müssen wir die Wirkung unseres Verhaltens reflektieren und unser Verhalten von außen betrachten. Wenn wir selbst Empfänger der Nachricht wären, wären wir damit einverstanden?

 

3. Regel oder die Platinregel

„Verhalte Dich so, wie der andere möchte, das man sich ihm gegenüber verhält“
Für viele Bereiche reicht die goldene Regel bei weitem nicht aus. Z.B. in den Bereichen Marketing und Motivation. In beiden Bereichen kann ich nur erfolgreich kommunizieren wenn ich die Werte, Empfindungen des anderen kenne. Motivation aufgrund der Projektion der eigenen Werte auf den anderen, wird bei der Führungskraft zur Enttäuschung und im besten Falle bei dem Anderen auf neutrale Reaktion treffen.

 

4. Regel oder die Sonnenregel

„Verhalte Dich so, wie der andere sein könnte, denn das macht ihn besser“
Diese Regel könnte auch Goethe Regel heißen, da die Regel sich aus dem „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ ableiten lässt, in dem steht, dass man Menschen nicht so behandeln soll wie sie sind, sondern so wie sie sein könnten. Das macht sie besser. In dieser Regel spiegelt sich der Teil wider, der deutlicht macht, dass unsere Identität immer auch selbst ein Produkt von Kommunikation ist. Wir werden so, wie wir zu sein glauben (Pygmalion-Effekt, selbsterfüllende Prophezeiung). Wir reagieren auf das Verhalten der anderen und damit auf deren Grundannahmen über uns. So wird eine Veränderung unseres Bildes vom anderen auch unser Verhalten dem anderen gegenüber verändern. Dieses Verhalten verändert wiederum das Verhalten des anderen und damit seine Identität. „Suche das Geniale nicht in der Ferne, suche es in Deiner Nähe?“

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