Leadion - über 1500 Seiten Führungswissen

Über 1500 Seiten Führungswissen.


1. Zum Thema Führung

Literatur, Links, Checklisten, Fragebogen, Geschichten

2. Führung Grundlagen

Definitionen, Grundmodelle, Führungssysteme und -typologien

3. Führungspersönlichkeit

Identität und Rolle, Persönlichkeits-
entwicklung und Coaching

4. Führungsfähigkeiten

Kommunizieren, moderieren, kritisieren, präsentieren

5. Führungshauptaufgaben

Ziele vereinbaren, delegieren, motivieren, entwickeln

6. Führung und Management

Instrumente, Modelle, Management von Veränderungen und Projekten

Führungsfähigkeiten > Kommunikation > Gesprächsführung

Basisknigge Kommunikation

"You´re ever on stage“
(Rat einer erfahrenden Führungskraft an eine jüngere)

Ulrich Grannemann, 2009 - Auch innerhalb der verbalen Kommunikation gibt es ähnlich wie in der nonverbalen Kommunikation einige „Benimmregeln“, die beachtet werden sollten, um einen guten Kontakt mit meinem Gegenüber zu fördern und aufrecht zu erhalten.
 
Es kann darüber gestritten werden, ob es entschuldbar ist, wenn eine Führungskraft unter Druck, Ärger, Wut, Entscheidungsnotstand, in tiefer kreativer Trance ist (wenn sie sich dennoch entschuldigt). Ansonsten ist RHF (Respekt, Höflichkeit, Freundlichkeit) eine unverzichtbare persönliche Kompetenz einer Führungskraft.
 
 
1. "Benimmregeln" der Kommunikation
 
Ganz wichtig für den Verlauf des Gesprächs ist der erste Eindruck: 

Grüßen und Augen, Augen, Augen
Mit der Begrüßung fängt alles an. Es kann nichts wichtigeres geben, als die Person vor Ihnen. Verstohlenes Wegschauen oder abgelenktes Vorbeischauen sind sicher mittel „schräg“ in eine Kommunikation zu starten.

 
 
Weiter unverzichtbare Benimmregeln: 

Small-Talk
Die wichtigen kleinen Gespräche über Hobbys, Privates und vieles mehr. An vielen Stellen können Sie zeigen, dass Sie sich die Inhalte auch gemerkt haben.
Wichtige Ereignisse
Mit Aufmerksamkeit geht es weiter. Jubiläen, Geburtstage oder andere wichtige Ereignisse (so z.B. Kindstaufe u.ä.) sind gute Gelegenheiten Kinderstube zu zeigen.
Unterbrechen
Unterbrechen Sie nur, wenn Sie die Aufmerksamkeit zum Unterbrochenen halten können. Jeder Raub des Wortes ohne Rückgabe erzeugt einen Feind.

 
 
2. Füllwörter und ähnliche Unarten 
 
Im Folgenden werden Fehler aufgeführt, die im Gespräch mit anderen möglichst zu vermeiden sind.
 
Kommunikationsgifte
Kommunikationsgifte sind kleine Worte die ganze Gespräche vergällen

können: Vergleichen Sie die Wirkung der Sätze mit und ohne Einsatzes des Giftes:
1.     Kannst Du (mal) den Mülleimer runterbringen?
2.     Haben sie (überhaupt) gedient?
3.     Fahren Sie (schon wieder) in Urlaub?
4.     Sind Sie (wenigstens diesmal) fertig geworden
5.     Sie haben mir (doch) versprochen
6.     (Aber)Ich glaube…
7.     Wir sind (eigentlich) sehr zufrieden mit Ihnen
8.     Bist du (endlich) fertig?
9.     Trauen Sie mir das (etwa) nicht zu?
Füllsilben
Die Äh´s, Mmh´s und Nee´s in unserer Sprache. Nur in Maßen sympathisch.
Begleitgeräusche
Begleitgeräusche: Kleine Schnalzer mit der Zunge, auffällige Atemgeräusche. Kleine Sandkörner im Getriebe: kleine Gewohnheiten
Füllformeln
Füllformeln: „Das muss ich Dir ehrlich sagen…“,  „cool“. Zuviel wenn die gleiche Formel in jedem 10. Satz auftaucht.
„Die steht im Stall und melkt Kühe…“
Gebrauch der 3. Person (sie, er, die, der… ) in Anwesenheit des Gemeinten
Man, die, wir… statt „ich“
„Man“ ist der Meinung, statt: „Ich“ meine.
 


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Autor: Ulrich Grannemann, 2009
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