Seesterne

Vor langer Zeit gab es einen Mann, der ging gewöhnlich hinunter zum Meer, um zu schreiben. Eines Tages schaute er hinunter zum Strand, und er sah in einiger Entfernung einen Mann, der komische Bewegungen machte. Er lächelte zu sich selbst, stand auf und ging näher zu dem Fremden heran. Als er in seiner Nähe stand, erkannte er einen jungen Mann, der etwas vom Strand aufnahm und es vorsichtig wieder in das weite Meer warf. Er sagte: ,,Guten Morgen. Was tun Sie denn da, wenn ich mal fragen darf?" Der junge Mann schaute auf und erwiderte erstaunt: ,,Sie dürfen. Ich werfe die Seesterne wieder zurück ins Meer. Sonst würden sie in der Sonne vertrocknen und sterben, außerdem geht die Flut zu-rück." ,,Aber, junger Mann", meinte der Schreiber mit einem Lächeln auf seinen Lippen. ,,Sie realisieren anscheinend nicht, dass es hier kilometerweit Strand aufwärts und Strand abwärts Millionen von Seesternen gibt, die an Land gespült wurden. Das, was Sie tun, ergibt doch überhaupt keinen Sinn! Das macht doch keinen Unterschied!" Der junge Mann hörte freundlich zu. Dann bückte er sich, nahm einen Seestern in die Hand, schaute zuerst ihn und dann den Fremden an, warf ihn in die Wellen und sagte:
,,Für diesen einen macht es einen Sinn und einen Unterschied!"

Wir verlangen, das Leben müsse einen Sinn haben, aber es hat ganz genau so viel Sinn, als wir selber ihm zu geben im Stande sind.
Hermann Hesse

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