Das Führungsdreieck

Das Führungsdreieck hat wie das Modell des situativen Führens die Aufgabenorientierung als Basis, ergänzt sie aber um die Beziehungs- und Kontrollorientierung.

Die eigene Arbeitsfrage lautet weniger ?Was ist mir wichtig??, dann ergibt sich eher ein Wertedreieck, sondern: ?Wie nehme ich Einfluss auf Andere?? ?Welche sind meine bevorzugten Beeinflussungsstrategien??

Aufgabe

Ich gehe am liebsten in die Argumentation und versuche fachlich zu überzeugen. Ich bringe Modelle, Beispiele und arbeite gerne mit Logik.

Beziehung

Ich baue auf Beziehung, schaffe Verbindlichkeiten. Es gelingt mir, Menschen zu verpflichten, sie sind mir dann einen Gefallen schuldig oder ich kann im Namen einer guten Beziehung Dinge erbitten oder fordern.

Kontrolle

Ich fordere eher Leistungen ein. Der Andere wird konfrontiert, wenn Erwartungen nicht erfüllt wurden. Bei Terminen und Leistungen hake ich nach und bestehe auf Erfüllung von Vereinbarungen.

Auch hier gibt es nicht den richtigen Führungsstil. Als Faustregel gilt: Wir alle haben ?von Haus aus? einen bevorzugten Beeinflussungsstil und liegen dann mit unserem Punkt außerhalb des optimalen Kreises im Zentrum des Führungsdreiecks.

Grundannahme ist, dass jemand umso besser führt, je situationsangemessener er reagieren kann. Stehen mir alle Einflussmöglichkeiten zur Verfügung, liegt mein Punkt in der Mitte des Dreiecks

Der Pfeil gibt mir dann die Entwicklungsrichtung in der Erweiterung meiner Führungsstilmöglichkeiten an.

Setzt eine Führungskraft auf nur eine Möglichkeit, entstehen Extreme, die bei der Beziehungsorietierung in Harmoniestreben, bei der Aufgabenorientierung in eine reine Sachorientierung und bei der Kontrolle in Machtstreben münden.

Mischformen

Die meisten Führungskräfte starten mit Mischformen zwischen zwei der drei Pole.
Wird der fehlende Pol nicht erlernt, steigt die Tendenz, Führungssymbiosen mit Kollegen oder Stellvertretern zu entwickeln:

Beispiele:

Ein Patriarch zwischen Kontrolle und Beziehung (Familie), der das Fachliche einem Geschäftsführer überlässt.

Ein netter Chef, der gerne über Inhalte und Sonstiges redet (zwischen Beziehung und Aufgabe), unangenehme Entscheidungen jedoch von seinem Stellvertreter verkünden lässt.

Ein Vorgesetzter, der ziel-, termin-, leistungs- und sachoriertiert zwischen Kontrolle und Aufgabe ist, hat nicht selten z.B. ein Sekretärin, die den fehlenden Beziehungsanteil ausgleicht.

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