Aufgabenzuschnitt

Nicht oder schlecht aufbereitete Aufgaben oder Auftragspakete

Die Mitarbeiter werden damit schon fertig ?

Ein häufig vernachlässigter Kernbereich von Führungsaufgaben ist das Zuschneiden von Aufgaben.

Es ist nicht zu verwechseln mit der Strukturierung der Organisation, also dem Sortieren von Stellen inkl. der diese Stelle ausfüllenden Menschen.

Wenn man Menschen zu Leistung bringen will und Ergebnisse für das Unternehmen braucht, dann müssen die Stärken der Menschen mit den Aufgaben zur Deckung gebracht werden. ? Es ist wesentlich leichter Aufgaben zu verändern als Menschen. Erfolgreiche Unternehmen konzentireren sich auf Aufgaben. Damit erzielen sie Erfolge, und zwar mit ganz gewöhnlichen Leuten, denn auch sie haben keine Universalgenies als Mitarbeiter.? Fredmund Malik in gefährliche Managementbegriffe.

So gesehen gilt es, aus der Idee einen Nutzen zu ziehen und für Mitarbeiter Aufgaben zu kreieren, die erfüllbar sind.

Dies scheint eine eigene sehr wichtige und häufig unterschätzte Disziplin zu sein. Aus schlecht erfüllbaren Aufträgen entstehen Missverständnisse und Konflikte. Diese Unklarheiten werden ganz schnell auf dem Rücken der Mitarbeiter ausgetragen, die alles versuchen um auch eine ?Mission-impossible? umzusetzen. Sie beginnen an sich zu zweifeln, die Engagierten glauben am Ende an die eigene Unfähigkeit. Aber das Erwartungsmanagement für den eigenen Job zu leisten ist für die Mitarbeiter eine Überforderung. Der Aufgabenzuschnitt und die Kommunikation an den Schnittstellen dürfen nicht einfach mitdelegiert werden.

Es wäre nicht verwunderlich, wenn hinter so manchen nicht mehr zu verhindernden Kündigungen wegen Unfähigkeit eines Vorgesetzten ein nicht erfüllbares System von Aufgaben steckt. Bis es dazu führt, dass der Nachfolger Symptome auf einer anderen Seite zeigt. Aber mit unveränderter Ursache, die nicht beseitigt wurde. Ursache sind nicht selten Überforderungen oder Übersschätzungen der Fähigkeiten von Mitarbeitern. Die Aufgaben werden eher fahrlässig ?hineingeworfen?, in der Hoffnung dass die Dinge schon zusammen wachsen werden.

Symptome, die genannt werden, sind dann mangelnde Fähigkeiten des Mitarbeiters oder fehlende Voraussetzungen seinerseits wie beispielsweise Motivation. Auf der anderen Seite werden dem Vorgesetzten unklare Zielvereinbarungen vorgeworfen.

Es stellt sich die Frage, wie es möglich ist, ein großes Ziel in kleine Stücke zu unterteilen, die für die Leute, die ich habe, oder die auf dem Markt verfügbar sind,verdaubar sind. (Wie isst man einen Elefanten, lautet die banale Frage mit der ebenso banalen Antwort: Stückchen für Stückchen)

Obwohl die Antwort auf diese Frage so bedeutend ist, liegt weder analytisch noch rezeptmäßig viel vor, worauf man zur Beantwortung zurückgreifen könnte.

So bleibt bis zur nächsten ?Leadership-Frage? nur der Hinweis auf die Wichtigkeit des Zuschnitts von Aufgaben um damit durch Bewusstmachung den Blick zu schärfen und den Blick auf dieses Thema zu lenken.

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