Metaprogramme

Fotolia_6761569_XS(3).jpgR. Dilts hat bei der Erstellung seiner META-PROGRAMM-MUSTER in weiten Bereichen auf Ansätze und Ergebnisse der klassischen und modernen Denkpsychologie zurückgegriffen und sie dem alltäglichen Gebrauch zugeführt. Es ist ein sehr weitreichender Ansatz in der Einzel-, insbesondere aber auch Gruppenberatung und -führung.

Definition:

META-PROGRAMME sind mentale Muster, in die die spezifischen Denkstrategien mit ihren konkreten Inhalten eingebettet sind. Sie  bestimmen so die Wahrnehmungs- und Denkrichtungen und dadurch mittelbar das Ergebnis.

Indikation:

Der Einsatz von META-PROGRAMM-Techniken ist immer dann angezeigt, wenn es keine Differenzen über das Ziel, sondern über den/die Weg(e) dorthin gibt. Denn:
META-PROGRAMME sind Wege, wie wir unsere Wahrnehmungen verarbeiten. Um zu einem effektiven, umfassenden und ökologischen Ergebnis zu kommen, müssen sie im Individuum oder in der Gruppe balanciert und synchronisiert werden.
META-PROGRAMM 01: PROBLEMORIENTIERUNG
  1. Analyse: Hintergründe aufdecken, Schuldige suchen, Schwachstellen suchen…
  2. Lösungen: Problem bewältigen, kreativ sein, Ressourcen suchen, Ideen
    haben…
  3. Kritik: Ideen bewerten, loben, Vor- und Nachteile abwägen, kritisieren…
  4. Aktion: nicht lange reden, sofort was tun, umsetzen, handeln…
META-PROGRAMM 02: ZIELORIENTIERUNG
  1. positiv: hin zu einem klaren Ziel
  2. negativ: weg aus diesem Zustand, Vermeidung
META-PROGRAMM 03: ZEITORIENTIERUNG
  1. Vergangenheit: “Ja damals”, “Die Erfahrung zeigt…”
  2. Gegenwart: “Wir müssen das jetzt und hier lösen”
  3. Zukunft: “Stellt euch vor…”, “in fünf Jahren…”
META-PROGRAMM 04: ZEITBINDUNG
  1. assoziiert: geht in die jeweilige Zeit vor allem emotional rein (lebt drin)
  2. dissoziiert: innerlicher Abstand zum Ereignis
META-PROGRAMM 05: PERSONALER BEZUG
  1. 1. Position: ich selber
  2. 2. Position: mein Gegenüber
  3. 3. Position: Meta Position
META-PROGRAMM 06: SORTIERUNGSKRITERIEN
  1. Personen: WER ist beteiligt, … war es?
  2. Sachen/Objekte: WAS will ich, …kann ich?
  3. Räumen: WO war das, …soll das sein?
  4. Zeiten: WANN tun wir’s, …wird’s sein?
  5. Handlungen/Aktionen: WIE machen wir’s?
META-PROGRAMM 07: CHUNKING/WAHL DER EINHEIT
  1. chunk up/induktiv: spezifisch > allgemein (Strategen, Visionäre)
  2. chunk down/deduktiv: allgemein > spezifisch (Handlungsorientierte)
META-PROGRAMM 08: AUSSEN /INNENORIENTIERUNG
  1. außen: welches Verhalten, wie wirkt das…?
  2. innen: wie geht’s mir/uns, wie fühlt sich das an…?
META-PROGRAMM 09: WAHRNEHMUNGSRICHTUNG
  1. Ähnlichkeiten: Das ist genauso wie damals, bei Firma X, bei uns…
  2. Unterschiede: Da unterscheiden wir uns, das ist diesmal anders…
META-PROGRAMM 10: WERTE/MOTIVATION (v. a. bei Gruppen)
  1. Kontrolle: will bestimmen, zeigen wo’s lang geht. (Macht) Sollen mich kennen!
  2. Beziehung: will gerne dabei sein, will (Harmonie) mich wohl fühlen etc.
  3. Aufgabe : da muss was rauskommen etc. (Pflicht)
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