Burn-out

mann-schlaeft_copyright.jpgDurch ständige Frustration, das Nichterreichen eines Zieles und zu hohe persönliche Erwartungen an die eigenen Leistungen kann es zu einem Burnout-Syndrom kommen.
Dabei sind die Symptome vielfältig und können individuell unterschiedlich in Bezug auf Auftreten und Ausmaß sein.

Symptome können Depressionen sein, aber auch physiologische Beschwerden, wie Schlafstörungen, Kopfschmerzen, Magenkrämpfe oder körperliche Dysfunktionen beinhalten. Typische Symptome sind auch Schuldgefühle.
Der “Ausgebrannte” erlebt seine Umwelt im Allgemeinen als nicht mehr kontrollierbar und zieht sich in der Regel völlig in sich zurück. Hilfe von außen (durch Verwandte oder Freunde) wird kaum noch oder gar nicht mehr angenommen. Der Kranke muss durch professionelle Hilfe von Psychologen und/oder Ärzten unterstützt werden, häufig in einer Psychotherapie.

Burn-out wird in der im deutschen Gesundheitswesen verbindlichen 10. Auflage der “Internationalen Klassifikation der Erkrankungen”, kurz ICD-10 genannt, als “Ausgebranntsein” und “Zustand der totalen Erschöpfung” erfasst.

Das Burnout-Syndrom tritt insbesondere in “helfenden Berufen” durch hohe Arbeitsbelastung auf (Pflegeberufe, LehrerInnen, SozialarbeiterInnen, ErzieherInnen). Dies führt häufig zur Krankschreibung, Arbeitsunfähigkeit oder Frühverrentung. Außerdem ist das Burnout-Syndrom zunehmend in Berufen mit hohem Leistungsdruck zu finden (z. B. Manager) oder bei Menschen, die extreme Anforderungen an sich selbst stellen (insb. Sportler).

Charakteristische Merkmale:

  • körperliche und emotionale Erschöpfung
  • anhaltende physische und psychische Leistungs- und Antriebsschwäche, sowie Verlust der Fähigkeit, diese zu regenerieren
  • zynische, abweisende Grundstimmung gegenüber Kollegen, Klienten und der eigenen Arbeit

Verlauf

Anfangsphase: vermehrtes Engagement für bestimmte Ziele; der Beruf wird zum hauptsächlichen Lebensinhalt; Erschöpfung und Konzentrationsschwäche
Weiterer Verlauf: von der Hinwendung zum Rückzug; betroffene Person entwickelt negative Einstellung zur Arbeit; Vernachlässigung der Arbeit; sozialer Rückzug

Symptome

  • Desillusionierung, Aufgeben wichtiger Lebensziele
  • Schuldzuweisung: in Form einer Depression gegen sich selbst oder in Form von Aggressionen gegen andere
  • Leistungsabbau am Arbeitsplatz; Desorganisation und Unsicherheit
  • Verflachung des emotionalen, mentalen und sozialen Lebens; Gefühle wie Gleichgültigkeit, Einsamkeit und Desinteresse
  • psychosomatische Symptome: grundlegenden Schwächung des Immunsystems, Verspannungen, Schlafstörungen, Kreislaufprobleme, Verdauungs- und Essstörungen, Herzkrankheiten, Geschwüre im Magen-Darm-Trakt
  • existenzielle Verzweiflung, negative Einstellung zum Leben, Hilflosigkeit, totale Sinnlosigkeit, (im Extremfall: Suizid)

 

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