Motivation in schweren Zeiten – Chance oder Ohnmacht

kompass3.jpgKann man Mitarbeiter und sich selbst in schlechten Zeiten motivieren? Mit dieser Frage hat sich der Coach und Berater von Führungskräften Dipl. Kfm Ulrich Grannemann befasst.

Die Zeiten sind schlecht

Geht es Ihnen auch so, dass das Thema Motivation einen tiefen Seufzer auslöst und Sie sich selbst fragen: Wie soll man denn in diesen Zeiten sich selbst oder andere motivieren? Was hat Sie bewogen, diesen Artikel zu lesen? Fühlen Sie sich eventuell selbst schlecht motiviert oder fehlt es bei Ihren Mitarbeitern oder Kollegen an der rechten Motivation?

Ja, es ist wahr, die Zeiten sind schwer. Die Kassen sind leer. Es gibt kaum noch etwas zu verteilen und das wirtschaftliche Wachstum in Deutschland ist zwar wieder gestiegen, aber zurzeit auch nicht überragend. Es gibt Stellenabbau, die Personalkosten werden reduziert, an Beförderungen und Karriere ist gar nicht zu denken. Man kann froh sein, wenn man überhaupt seinen Arbeitsplatz behält.

Ist Motivation in schlechten Zeiten überhaupt möglich?

Zwei Variablen machen es Führungskräften zurzeit schwer, ihre Mitarbeiter (und auch sich selbst) zu motivieren. Da die Variablen zudem stabil bestehen und kaum veränderbar sind, müssen sie in einer Kurzzeitbetrachtung als fix angesehen werden.

  1. Variable: Führungskräfte können ihren Mitarbeitern derzeit kaum etwas anbieten (bessere Position, mehr Geld, Incentives etc.), d.h. die Motivation ?per Mohrrübe?, das in Aussichtstellen von zukünftigen Belohnungen funktioniert nicht und bereits gemachte Versprechungen können vielfach nicht einmal mehr erfüllt werden. Damit stehen Führungskräfte unter Umständen als unglaubwürdig da und sind ihrer ?Machtmittel? beraubt.
  2. Variable: Unsere eigenen Motive, unsere persönlichen Werte verändern sich zwar über unsere Lebensphasen (so nimmt z.B. das Motiv ?Karriere? in späteren Berufsjahren zumeist ab), sind aber von außen nicht veränderbar.

Doch es gibt auch eine gute Nachricht in Sachen Motivation: Wir haben nur ein mentales Problem und mentale Probleme kann man ändern, denn sie stellen lediglich Verknüpfungen in unserem Gehirn dar. Und diese Verknüpfungen können verändert werden. Finden Sie diese These zu frech? Oder gar falsch? Egal! Was wäre denn, wenn die Hypothese stimmt? Womit würden Sie sich besser fühlen? Warum sich nicht einmal auf ein solches Gedankenspiel einlassen und schauen, was sich verändert, wenn wir unsere Einstellung ändern.

Um dieses Gedankenspiel zuzulassen, ist es zunächst notwendig, sich mit dem Begriff Motivation zu befassen.

Was ist eigentlich Motivation? – Die vier Seiten der Motivation.

Laut Definition versteht man unter Motivation die Bereitschaft, in einer konkreten Situation eine bestimmte Handlung mit einer bestimmten Intensität bzw. Dauerhaftigkeit auszuführen.

Die Definition ist einfach und eindeutig. In der Praxis finden wir jedoch, dass der Begriff? Motivation? in zwei unterschiedlichen Bedeutungen benutzt wird und im Prinzip in vier Ausprägungen aufgeteilt werden kann.

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