Problemlösungsstrategie DMAIK (Erst messen, dann Handeln)

Ulrich Grannemann, 2007. Eines der wichtigsten kleinen Denk- und Strukturierungstools ist das DMAIK aus dem Methodengebäude des Six Sigma. DMAIK ist ein Akronym, das für folgende Inhalte steht.

D steht für Define: Defintion und Beschreibung des Problems, Abstecken der Aufgabe, des Auftrages, des Projektes oder des Symptombereiches.
M (Measure) Wie kann die Art der Veränderung gemessen und die Prozessleistung beschrieben werden?
A (Analyse) Ermittlung der kausalen Zusammenhänge zwischen den Variablen
I (Improve) Verbesserung, Entwicklung der notwendigen Modifikationen, Aktionen etc.
C (Control) Standardisierung der ständigen Verbesserung

Fast alle Werkzeuge basieren auf dieser Definition. Bemerkenswert und wichtig ist das frühe M ( das Messen) – das Festlegen, woran gemessen werden soll – und die Erfassung des Status Quo.

Während viele sich schon früh konkrete Ideen einfallen lassen, nach Ursachen forschen, Lösungswege beschreiben oder (nicht messbare) Ziele festlegen, vorgeben oder vereinbaren, fragt sich der ?Six-Sigmianer? zunächst, woran er den Erfolg überhaupt messen will. Dabei schafft er unter Umständen erst einmal ein passendes Messinstrumentarium, wenn er für die gesetzte Aufgabe kein entsprechendes Instrument vorfindet.

Die Aussage könnte lauten:

?Du willst etwas verändern/verbessern? Dann schaffe zunächst ein Tool, ein Werkzeug, an dem Du den Erfolg messen, erkennen und damit letztendlich auch zeigen kannst.? Denn alles andere ist im Grunde ein ?Stochern? in unklaren Variablen, in dem jeder sagen kann, dass seine Maßnahme Erfolg hatte. Was bleibt ist die Ursachenvermutung nach dem Motto aus der Werbewirtschaft: ? Fünfzig Prozent der Werbung sind rausgeschmissenes Geld. Wir wissen nur nicht welche Hälfte!?

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