Gibt es bei Ihnen eine Führungslücke?

Positionswechsel sind das eine, Karriere machen bedeutet andererseits im Kern, dass sich Ihre Aufgaben verändern. Unabhängig von Ihrem Kästchen im Organigramm des Unternehmens können Sie Ihren Karrierestand an einer anderen Größe messen:

Wie hoch ist ihr Anteil an Führungsaufgaben in Ihrem Arbeitsportfolio?


 

 

 


Karriere ist ein kontinuierlicher Prozess der Aufgabenumschichtung von Sachbearbeiteraufgaben zu Führungsaufgaben, der manchmal durch Positionswechsel nach oben belohnt wird.

Eine Führungslücke entsteht, wenn wir als Führungskräfte Positionskarriere machen, unsere Fach-/Führungsverteilung nicht anpassen.

Das heißt, wenn wir unsere fachlichen Aufgaben nicht delegieren und abgeben.

Tun wir das nicht entsteht eine Führungslücke. D. h. unsere Mitarbeiter werden „erschossen“ und „erstochen“ gleichzeitig:

„Erschossen“, weil unsere MA nicht wachsen und sich entwickeln können, „Erstochen“ deshalb, weil in der Zeit, in der ich meine Lieblingsaufgaben (meine geliebten „Perlen“) erledige, ich meine Führungsaufgabe nicht mache. Was noch negativere Folgen haben kann als die Nicht-Delegation von Aufgaben.

 

Karriere machen heißt also etwas flapsig formuliert Perlen abgeben und Platz für neue Perlen schaffen.
Die Bremsen für Delegation und die Begründungen für Nicht-Delegation sind bekannt:

Ich muss besser sein, aus der Fachlichkeit komme ich. Die Perlen sind die Quellen meines Selbstwertgefühls. Ich lasse mich zu gerne von meinem eigenen Chef in die Assistenten-Rolle drängen, der so bequem seine „Pakete“ über meinen Zaun werfen kann.

Ich habe keine Mitarbeiter, oder nicht solche, die ich brauchen.
"Bevor ich das einem Mitarbeiter erklärt habe, bin ich selbst schon fertig" (Machen wir uns klar welche Arroganz in diesem Gedanken steckt!). Der Projekt, das Produkt, der Kunde ist viel zu wichtig, ist sogar von strategischer Bedeutung.

Meine Aufgabe ist eben nicht, der Welt und den Mitarbeitern zu zeigen, dass ich besser bin, in Ideen, Einsatz, Qualität, sondern das die Mitarbieter genau das Richtige tun und jeden Tag besser werden. Prof. Dr. Peter Nieschmidt sagt: „Die besten Führungskräfte sind die Fußballtrainer – die schießen nämlich selbst keine Tore!“

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