Über- und Unterforderung: Jeder Fünfte ist falsch eingesetzt

Ulrich Grannemann – Eine aktuelle Forsa-Studie im Auftrag der Deutschen Universität für Weiterbildung bietet uns Führungskräften eine leicht zu merkende Daumenregel:

11 Prozent der Mitarbeiter fühlen sich überfordert und ebenfalls 11 Prozent fühlen sich unterfordert.
 
 
 
 
 
 
Gründe für Unterforderung
 
Von den 11 Prozent der Unterforderten wurden folgende Gründe genannt:
 
Zu wenig Abwechslung:                        37 Prozent
Zu wenig Verantwortung:                      48 Prozent
Zu wenig anspruchsvolle Aufgaben:       53 Prozent
 
 
Gründe für Überforderung
 
Die 11 Prozent der Überforderten nannten folgende Gründe:
 
Zu viel Verantwortung:                          35 Prozent
Zu wenig Routine:                                30 Prozent
Zu hohes Arbeitspensum:                     73 Prozent
 
Mehr zur Forsa-Studie.
 
 
Was ist zu tun? 
 
„Wehret den Anfängen“
 
Über- und Unterforderung führen zu Burnout oder Boreout mit riesigen Schäden für die Mitarbeiter und das Unternehmen. Dabei sind die Mitarbeiter selten schon zu Beginn des Prozesses als Ganzes über- oder unterfordert. Ursache ist in der Regel eine Aufgabe, die neu ist oder sich verändert hat.
 
Es lohnt sich, einen ständigen Blick auf mögliche Störungsfelder zu richten, die auf andere Arbeitsfelder übergreifen können.
 
Die beste Basis für diese Führungsaufgabe ist eine Aufgabeninventur für jeden Mitarbeiter.
Die Inventur ist eine simple Einteilung der Arbeit in ca. 8 bis 15 Aufgabenfelder. Sinnvoll kann die Zuordnung zu den vier Aufgabentypen (Kern-, Projekt-, Kennzahlenaufgaben und Auftragsgruppen, Aufgabeninventur/Zielgenauigkeit) sein. Auch eine Gewichtung nach geschätztem Arbeitsumfang bringt u.U. wichtige zusätzliche Informationen.
 
Auf diesem Detailierungsgrad lässt sich sehr konstruktiv über Belastungen, Störungen, Stockungen und mögliche Lösungen sprechen.
 
 
 
 
Wer auch immer sagte: „Der Teufel steckt im Detail“ hat (zumindest an dieser Stelle) unrecht! Die konstruktive Lösung steckt in der Struktur der Aufgabenpakete.

 

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