Wie denken Sie über Führung?

Ulrich Grannemann – Im Grunde gibt es nur drei fundamentale Einstellungen zur Führung:

1. Führung ist im Grunde nicht so wichtig,

2. Führung ist richtiges Verhalten oder

3. Führen ist ständiges Lernen.

 
Welcher Einstellung über Führung stimmen Sie zu?
 
 
1.
 
Führung ist im Grunde nicht so wichtig 
 
 
2.
 
Führung ist
richtiges Verhalten
 
3.
 
Führung ist
ständiges Lernen
 
Ich kämpfe hier jeden Tag für meine Mitarbeiter, indem ich für meinen Bereich stehe und ihn möglichst gut verkaufe. Im Grunde ist die Führung der Mitarbeiter nicht so wichtig. Meine Mitarbeiter laufen von allein, ab und zu eine Korrektur reicht. Mitarbeiter sollen tun wofür sie bezahlt werden. Ich muss sehen, dass ich nach oben und nach außen meinen schwierigen Job tue, der von den Mitarbeitern sowieso nicht gesehen wird. Außer mir kann das keiner. Wenn die wüssten, was für ein Wind da oben und draußen weht. Außerdem wird gute Führung nicht belohnt. Hauptsache man kommt gut an bei den Chefmeetings und die Ergebnisse stimmen.
 
Warum Führung? Ohne Mitarbeiter ist man ja nichts hier. Was zählt sind die Köpfe oder  vielleicht noch das Budget, das man verwaltet. Diese Verantwortung steht mir auch zu.
 
Führung ist Nebenjob, der halt sein muss, damit man den notwendigen Status, die Macht und den Einfluss hat.
 
 
 
Führung ist ein wichtiger Job. Wichtige Fähigkeiten und Kriterien sind Aufmerksamkeit, Respekt, Höflichkeit und Freundlichkeit als soziale Grundlagen für die Führung. Führung verdient Zeit und Investitionen in die Vorbereitung von Gesprächen, Meetings, Präsentationen, Projekten und Delegation von Aufgaben.
 
Verbesserung der Leistungen braucht Feedback und regelmäßige Gespräche nicht nur über Inhalte, sondern vor allem über Arbeit und Arbeitsbedingungen.
 
Gute Führungskräfte geben möglichst viele Gelegenheiten über Arbeit zu reden. Die fachliche Führung kann je nach Veränderungsgrad 30 bis über 70 Prozent der Arbeitszeit einer Führungskraft ausmachen. Für die reine Führung als Investition in die Arbeitsbedingungen in Form von Gesprächen über Arbeit reichen bei normale Führungsspanne und Veränderungsgrad zehn Prozent völlig aus.
 
 
Man kann nicht fehlerfrei kommunizieren. Deshalb kann man auch nicht fehlerfrei führen. Daher ist Führen kein Routenplan, den man nur beachten muss um ans Ziel zu kommen, sondern ein stetiges Lernprogramm. Bei jeder Fahrt wird die „Landkarte“ selbst umgezeichnet und verändert.
 
Ständig kommen neue Situationen durch neue Aufgaben und organisatorische Konstellationen und sich stetig verändernde Mitarbeiter hinzu.
 
Starten Sie immer wieder neu. Verzeihen Sie sich Ihre alten Fehler. Es ist keine Schande hinzufallen, sondern nicht wieder aufzustehen.
 
Daher muss ständige Korrektur unseres Führungsverhaltens nicht die Ausnahme, sondern die Regel sein. Führungskräfte brauchen Mitarbeiter, die gleichzeitig Führungsberater sind und ständig Hinweise geben.
 
Dadurch werde ich als Führungskraft jeden Tag besser.
 
 
 
Jede Reise beginnt mit einer Entscheidung. Ja, ich will bewusst führen. Auch wenn die Früchte: Zufriedenheit, Stimmung und Leistungen sich erst in Monaten zeigen.
 
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