Buchbesprechung: Radikal Führen

Mit „Mythos Motivation“ hat Reinhard Sprenger einen Meilenstein in der Führungsliteratur gesetzt. Und er legt immer wieder nach. Nach den Themen Selbstverantwortung und Vertrauen ist es diesmal eine Gesamtbetrachtung des Themas Führung. Darum der Titel: Er geht an die Wurzel der Führung(radikal von Radix, lat.).

Sprachlich brillant wie immer, jagt ein Bonmot und Wortspiel das nächste („Sozialallergie“ oder „Anekdoten-Promenade“). Sprenger lässt keine Gelegenheit aus, in den Tiefen, an der Wurzel, eines Begriffes, eines Phänomens, zu graben. Er diskutiert, deckt auf, klug und gebildet ohne im Akademischen stecken zu bleiben.
 
Sehr einfach und klar legt er den Unterschied zwischen den personenzentrierten Führungsmodellen (der Chef ist Ursache aller guten Dinge und er kann selbst entscheiden ob er führt oder nicht) zu den systemischen Modellen (der Chef ist eingezwängt zwischen Erwartungssteigerung und Ressourcenverknappung) dar. Und er stellt eine schöne Frage: Worauf ist Führung die Antwort?
 
Es geht gut zusammengefasst und unterhaltsam weiter zu den Themen:  
  • Zusammenarbeit
  • Transaktionskosten
  • Konflikte
  • Zukunftsfähigkeit und Vertrauen
Sprenger tut dabei das, was er m.E. am besten kann: Er reißt einen Mythos, eine Führungslüge nach der anderen vom Sockel.
 
Ehrlich und beeindruckend ein Passus im Vorwort: „Was gibt es Neues? Der erfahrene Leser wird mich fragen: Steht in Ihrem Buch etwas Neues? Erlauben Sie eine Gegenfrage: Wann wurde jemals etwas Neues geschrieben?“
 
Ich habe in diesem Gesamtblick auf die Führung sehr wohl neue Perspektiven, Ideen und Erkenntnisse entdeckt, dabei bleibt das Buch immer unterhaltsam und provozierend.
 

Buchempfehlung:


Radikal Führen
Reinhard Sprenger

296 Seiten
ISBN-10: 3593394626

 

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