Schluss mit den Gender-Vorurteilen: Frauen in Führungspositionen sind nicht automatisch sozial kompetenter als Männer

Geschftsleute sind zusammen starkDas war die große Hoffnung – und wohl eine Illusion: Mehr Frauen in Führungspositionen führen zu mehr sozialer Kompetenz in den Chefetagen. Das stimmt wohl so generell nicht, wie die neue Studie „Post-Diversity-Ära“ der Beratungsgesellschaft Russell Reynolds belegt:

Hierfür wurden 4.345 Profile von männlichen und weiblichen Führungskräfte aus 25 Ländern erstellt und ausgewertet. Demnach entspricht das Verhalten weiblicher und männlicher Führungskräfte bis zu einem Anteil weiblicher Führungskräfte (AwF) von unter 22% im Wesentlichen den Vorurteilen: Männer verhalten sich kompetitiver, Frauen achten mehr auf das Soziale. Ab einem AwF von 22 % oder höher verhalten sich die Frauen zunehmend so wie die Männer: …“fokussierter, kompetitiver und damit erfolgreicher – aber gleichzeitig auch härter.“ Dann kommt es weniger auf das Geschlecht als auf die Persönlichkeit an und damit wiederum auf die Führung.

Daher fördern die Frauenquoten wohl nicht wie beabsichtigt die Zunahme sozialer Kompetenz, aber insgesamt den Unternehmenserfolg. Sicherlich auch kein schlechtes Ergebnis! Zudem würde das bedeuten, dass Frauen nicht mehr als Exoten in den Chefetagen gesehen werden, sondern eine Zunahme der AwF allein schon aus Gründen der Steigerung des Unternehmenserfolgs ratsam ist. Das könnte die Diskussion entkrampfen und alle Beteiligten (Männern wie Frauen) wieder darauf fokussieren, worauf es ankommt: Nämlich gute Führung zur Steigerung des Unternehmenserfolgs.

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