Nonverbale Kommunikation
Und da wir die „Realität“ des anderen und damit die Art unsere Worte und Gesten zu interpretieren (Dekodierungsprozess) nicht kennen, können wir nicht fehlerfrei kommunizieren.
Da wir aber nicht fehlerfrei kommunizieren können, sind wir um so mehr darauf angewiesen wahrzunehmen was bei dem anderen ankommt, welche schwachen Signale und Abweichungen über Körper und Stimme transportiert werden. Diese Wahrnehmungsfähigkeit ist uns allen als Menschen gegeben. Dass dieser Wahrnehmungskanal teilweise verschüttet oder vernebelt ist, kann verschiedene Ursachen haben: Stress: Wir haben keine Zeit; Trance: wir sind zu sehr mit uns selbst beschäftigt, um wahrnehmen zu können; Ängste: Ich weiß nicht wie ich auf nonverbale Ablehnung reagieren soll oder ich bin auf die Zustimmung zu einem Ziel angewiesen, Einstellung: z.B. "Wahrnehmung ist Schwäche."
Kennzeichnend für die nonverbalen Kommunikationskanäle sind ihre Schnelligkeit und ihr hoher nicht bewusster Anteil. Bevor z.B. ein Einwand verbal formuliert werden kann, äußert er sich als unbewusste körperliche Reaktion.
1. Wie gut verstehen wir uns?
2. Stimmt der andere zu oder nicht?
3. Welchen Status nehmen wir ein?
4. Wie gut geht es dem anderen?
Stimmt die Wellenlänge, die „Chemie“?
(Takt der Bewegungen und Worte, Gleichklang in der Stimme)
Wie viele und wie groß sind sie?
Lehnt die Person ab?
(Gehe nicht weiter, solange "Nein"-Signale sichtbar sind)
Zentrale Frage:
Welchen Status nehmen wir ein? Hoch-, Gleich- oder Tiefstatus?
In der Kommunikation machen wir neben den Inhalten ständig auch eine Beziehungsaussage.
Tiefstatus: schnelle Kopfbewegungen, viele „äh's“, Unterbrecher oder Räuspern, angespannte Schultern, Blicke aus dem „Augenwinkel“
Rechtfertigung und Schuldschieberei aus dem Tiefstatus; Vorwort, Zurechtweisung, Abwertung aus dem Hochstatus. Gute Gespräche sind durch Gleichstatus und ein Hin und Her der Positionen geprägt (Wippe).
Zentrale Frage:
Wie geht es ihm?
Wie hoch ist das Selbstwertgefühl?
Neben den Zuständen wie Wut, Angst und Trauer, Versöhnung, Erlösung etc. ist im Gespräch vor allem das Selbstwertgefühl von Bedeutung. Es gibt und als Führungskräfte direkte Hinweise auf die Motivation.
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