Imagemanagement

In einer Gesellschaft, in der gelungene Selbstdarstellung immer wichtiger wird, gilt Charisma als Erfolgsrezept. Psychologen kommen zu dem Schluss, dass Charisma in Grenzen erlernbar ist. Sowohl im Beruflichen als auch im Privaten gewinnt das Einüben charismatischer Techniken an Bedeutung. Folgende Fragen stehen im Mittelpunkt: ? Wie steigere ich meine Führungsqualitäten, meine Beliebtheit, meine Attraktivität, wie verbessere ich meinen Auftritt??

Nach dem renommierten Sozialpsychologen Philip Zimbardo lässt sich Charisma kultivieren, dies erfordert jedoch kontinuierliche Arbeit am eigenen Stil und Auftreten.

An der Ausstrahlung arbeiten

Die bisherigen Kenntnisse über Charisma sind generiert worden durch das Studium charismatischer Persönlichkeiten und die Reaktionen anderer auf charismatisches Verhalten. Einige der aufgefundenen Strategien lassen sich Erfolg versprechend von charismatischen Menschen ?abgucken? und imitieren:

  • Eigene Stärken im Umgang mit anderen sollen erkannt und weiterentwickelt werden. Eigenschaften/ Fähigkeiten wie Humor, zuhören können oder eine besondere Beobachtungsgabe stellen Potential dar, von dem ausgegangen werden kann. Auch vermeintliche Schwächen wie ?Schüchternheit? können so eingesetzt werden, dass sie von anderen positiv bewertet werden.
  • Begeisterungsfähigkeit und Emotionalität sind von zentraler Bedeutung. Charismatiker sind nicht ?cool? und wollen auch nicht so wirken. Sie zeigen ihre Gefühle, wenn ihnen etwas wichtig ist und werden dann auch leidenschaftlich und ?intensiv?.
  • Die Fähigkeit auf den anderen eingehen zu können zeichnet Charismatiker aus. Sie sind keine Egozentriker, sie interessieren sich für andere, geben ihnen Feedback, hören ihnen zu und nehmen sie ernst. Auch diese Eigenschaften können erlernt werden.
  • Das Ergreifen der Initiative charakterisiert charismatische Menschen. Sie sind risikofreudig und aktionsorientiert. Sie taktieren nicht, sondern sind – ohne zu verletzen – ehrlich und direkt in ihren Urteilen und Wünschen.
  • Der eigene Stil muss gefunden werden. Charismatiker passen sich nicht um jeden Preis an, sie unterdrücken ihre Originalität nicht, sondern kultivieren sie. Sie bekennen sich zu ihren Ecken und Kanten, ohne diese gleich zu Tugenden umzustilisieren.
  • Eine positive Ausstrahlung ist ein Grundelement charismatischer Persönlichkeiten. Hierbei ist es hilfreich sich in ?positiver Selbstkommunikation? zu üben, indem man sich selbst Mut zuspricht, sich an Erfolge und Stärken erinnert und diese immer wieder evoziert. Außerdem hilft es mit positiven Gedanken in die Begegnung mit anderen zu gehen. Beispielsweise durch die Vergegenwärtigung einer angenehmen Eigenschaft oder einer Leistung des Gegenübers. Diese mentale Haltung wirkt sich auf den körperlichen Ausdruck, auf Mimik und Gestik aus und wird dementsprechend vom anderen interpretiert.
  • Das nonverbale Verhalten, zu dem Körpersprache und Sprechweise zählen, kann nicht beliebig verändert werden, da dies in den meisten Fällen unauthentisch und aufgesetzt wirkt. Dennoch ist es hilfreich sich um sicheres Sprechen, um eine bessere Atemtechnik und einen kontrollierten Sprechrhythmus zu bemühen. Dies lässt sich lernen, ohne dass es künstlich wirkt. Und es verbessert den Auftritt, wenn man die Gesten der Unsicherheit oder Ablehnung vermeidet, wie beispielsweise verschränkte Arme, gerunzelte Stirn oder hochgezogene Brauen. Ob man sich in ? charismatischen Gesten? versuchen kann oder soll, bleibt umstritten.

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