Strukturelle Führung

Führung ist nach Rosenstiel (1995) zielbezogene Einflussnahme, wobei die Geführten dazu gebracht werden sollen, bestimmte Ziele, die sich meist aus den Zielen des Unternehmens ableiten, zu erreichen.

Führung durch Strukturen

Man unterscheidet zwischen struktureller und personeller Führung.
Bei der Führung durch Strukturen wird das Verhalten der Mitarbeiter eines Unternehmens beeinflusst, ohne dass der Einfluss unmittelbar von einer Person ausgeübt wird. Die Aktivitäten der Mitarbeiter werden alleine durch die gegebenen Strukturen gesteuert und koordiniert.
Dabei können die einflussnehmenden Strukturen qualitativ sehr unterschiedlich sein.
Hierzu zählen beispielsweise Stellenbeschreibungen, Verfahrensvorschriften; Anreizsysteme wie z.B. Prämien- oder Leistungslohnsysteme oder auch Personalentwicklunsprogramme.

Ebenso kann die konkrete Ausgestaltung eines Arbeitsplatzes die Aktivitäten der Mitarbeiter bestimmen. Ein Beispiel hierfür ist die Arbeit an einem Fließband, das genau festlegt, wie jeder Handgriff wann ausgeführt werden soll.
Die Führenden greifen erst dann ein, wenn im zentral geordneten und vorgeplanten Ablauf Störungen entstehen. Auch an Universitäten herrscht vorwiegend strukturelle Führung, der Ablauf des Studiums ist meist genau vorgegeben, der Kontakt zu Professoren dagegen meist ohne persönliche Einflussnahme auf den einzelnen Studenten.

Führung durch Menschen

Personelle Führung lässt sich als zielbezogene Beeinflussung von Unterstellten durch Vorgesetzte mit Hilfe von Kommunikationsmitteln definieren.
Zentral ist hierbei, dass auch bei bestehenden, eng gesteckten Vorschriften letztendlich Menschen darüber entscheiden, wie diese Vorschriften in die Realität umgesetzt werden. Der Führende entscheidet darüber, ob trotz der Vorschriften flexibel und kreativ gearbeitet, oder Dienst nach Vorschrift ausgeübt wird.
Im Mittelpunkt steht dabei das Verhalten des Vorgesetzten, seine Art, Ziele zu verdeutlichen, Aufgaben zu koordinieren, Mitarbeiter durch Gespräche zu motivieren und Ergebnisse zu kontrollieren.

Hieraus stellt sich für ein Unternehmen zunächst die Frage wer erfolgreich führt, d.h. wen das Unternehmen einstellen soll (Selektionsfrage). Weiterhin geht es um die Frage, wie man erfolgreich führt, d.h. auf welches Verhalten ein Unternehmen hin schulen, trainieren und weiterbilden soll (Personalentwicklung).
Die Stärke des Einflusses, den Strukturen oder Personen ausüben, variiert von Fall zu Fall. Der Führungstil einer Person, d.h. die Art und Weise, in der der Führende mit seinen Mitarbeitern umgeht, ist jedoch immer von Bedeutung und darf nicht vernachlässigt werden.

Strukturelle und personelle Führung unterscheiden sich durch folgende Merkmale voneinander:

Strukturelle (indirekte) Führung

Personelle (direkte) Führung

 

Führung, z.B. mit:

 

  • Organisationsstrukturen
  • Anreizsystemen
  • Strategischen Plänen
  • Kaderpolitik
  • Informations-, Kommunikations- und Kontrollsystemen
  • Weisungen und Richtlinien
Führung mit direkter Einlfussnahme (“face-to-face”, z.B. durch:

  • Beratungen
  • Überzeugungen
  • Mitteilungen
  • Ermahnungen
  • Unterstützungen
  • Gespräche

 

 

 

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