Führungskreis 3

3. Entscheiden
Als Arbeitstechnik bedeutet Entscheiden die Festlegung und Einhaltung von eindeutigen Prioritäten. Der Prozess des Entscheidens trennt ein  Ja” von einem Nein, das Wesentliche vom Unwesentlichem, Option A von Option B. Entscheidungen werden gerne unter Sicherheit, häufig jedoch unter Risiko getroffen.

Vorher festgelegte Bewertungskriterien helfen, einen solchen Entscheidungsprozess zu strukturieren. Im Prinzip geht es ja immer darum, die richtige Entscheidung zu treffen (gemessen an Ziel, Kontext, Bewertung).

Gleichzeitig bedeutet das Treffen einer Entscheidung die Definition eines Standpunktes. Hierdurch wird Struktur deutlich, Handlungsweisen lassen sich ableiten. In Phasen großer Unsicherheit (Chaos) sind richtungsweisende Entscheidungen äußerst entlastend, denn sie schaffen Sicherheit und Motivation.

wichtig:

  • Erwartungshaltungen und Bedürfnisse der Mitarbeiter berücksichtigen
  • Hintergründe erläutern
  • Informationen geben=> Siehe auch Führungsinstrument: Mitarbeiter einbeziehen.
4. Realisieren
Die Organisation der Realisation könnte in Anlehnung an die ,,Alpen – Methode” in 5 Stufen ablaufen:

A Aufgaben und Termine zusammenstellen
L Länge der Tätigkeiten schätzen
P Pufferzeit für Unvorhergesehenes reservieren
E Entscheidung über Prioritäten, Kürzungen, Verschiebungen, Delegation
N Nachkontrolle – Übertrag der unerledigten Aktivitäten

Zur Realisation gehört:

 

  • selber machen
  • delegieren
  • Aufträge und Anweisungen gebenWichtig:
  • Schnittstellen im Auge behalten
  • Übereinkünfte und Absprachen klar machen
  • Erwartungshaltungen beachten
  • Hintergründe erläutern
  • Informationen geben
  • auf Rückdelegation achten

 

5. Kontrolle
Kontrolle darf nicht mit persönlicher Schikane verwechselt werden. Vielmehr ist sie ein sachlicher Schritt. Die Realisation der angestrebten Lösung und die Kontrolle der Durchführung sollen sicherstellen, dass dieses Problem tatsächlich gelöst wird bzw. einem erneuten Problemprozess (Regelkreis) zugeführt wird.

Beispiel eines Kontrollablaufes:

1. Erfassung der jetzigen Situation (Ist-Zustand)
=> Was wurde bis zum Kontrollzeitpunkt erreicht?
2. Sogenannter Soll – Ist Vergleich
=> Inwieweit wurde das angestrebte Ziel erreicht?
3. Abweichungs-Analyse
=> Liegen Abweichungen vor und warum
4. Feedback, Rückkopplung
=> Welche korrektiven Maßnahmen gilt es einzuleiten?

Mögliche Stolpersteine beim Kontrollieren:

 

  • Gefahr von unsachlicher Kritik
  • Vertuschung von Fehlern
  • Sündenbockdynamik
  • Abwertung
  • Ist genügend Vertrauen vorhanden? Vertrauen ohne Kontrolle ist blindes Vertrauen

 

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