Muss die Führungskraft Vorbild sein?

?Na klar?, könnte man sofort und einfach antworten. Doch so einfach, wie vielleicht auf den ersten Blick, ist diese oft gestellte Frage nicht.

Man ist nicht Vorbild – man wird zum Vorbild gewählt

Eine Person ist Vorbild. Was in diesem Satz fehlt: für wen? Denn zum Vorbild wird man gewählt, ich selbst kann mich nicht zum Vorbild machen.

Man kann sich allerdings vorbildlich verhalten und vor allem authentisch sein, d.h. Taten und Worte fallen zusammen und sind kongruent.

Wann ist nun jemand kein Vorbild? Dann, wenn z.B. Forderung und eigenes Handeln nicht zusammen passen. Oder wenn für den Chef andere Regeln gelten als für die Mitarbeiter; beispielsweise Überstunden verlangen werden während der Chef selbst früher geht.

Was Vorbild-Sein nicht ist

Mit den Worten ?Ich muss doch Vorbild sein? begründete eine Führungskraft den Versuch, durch Selbstausbeutung seine Rolle als Führungskraft zu legitimieren. Immer länger und härter arbeiten als die Mitarbeiter oder nur dann Urlaub machen, wenn die anderen ebenfalls in Urlaub gehen.

Es ist nicht der Fleiß, sondern das Motiv, der diesen Vorbildgedanken in die Irre führt.

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