Wie gut sind Sie im Unternehmen vernetzt?

Ulrich Grannemann – Als Unternehmer im Unternehmen sind wir auch Repräsentanten unserer Bereiche. Und ohne ein tragfähiges Netzwerk werden wir nicht nachhaltig erfolgreich sein können. Die erhöhte Organisations-Dynamik und Komplexität der Projekte verstärkt diese Notwendigkeit noch

Wie gut sind Sie vernetzt? Sind wir ausreichend vernetzt und mit den Richtigen? So weit bekannt, gibt es keine Regel, aus der wir ableiten könnten, ob wir zuviel oder zu wenig „Außenminister“ für unsere Abteilung sind. Was wir aber tun können ist, uns die Verteilung unsere Zeit anzuschauen, die wir für Kontakte und Beziehung verwenden.

 

Grundhypothese ist dabei, dass eine Balance verschiedener Beziehungen notwendig ist. Drei Beziehungsmerkmale schlage ich für eine erste Vernetzungslandkarte vor:

 

  1. Hierarchie: Wer keine Kontakte nach oben hat, wird Schwierigkeiten bekommen neue Verantwortungen und Ressourcen zu bekommen. Wer zu wenig unterstützende Kontakte „nach unten“ hat, dem fehlt die notwendige Hilfe, Mitarbeit und Unterstützung. Das gilt nicht nur für die eigenen, mir zugeordneten Mitarbeiter.
  2. Fachlichkeit: Wer sich zu stark in seiner eigenen Fachlichkeit bewegt, verliert schnell den Kontakt zu den internen/externen Kunden und zu anderen und benachbarten Sichtweisen und Perspektiven. In seiner Fachlichkeit zu vereinsamen wird der Entwicklung genauso wenig gut tun, wie der fachliche „Inzest“
  3. Intensität: Haben Sie nur ganz enge Kontakte? Hängen Sie nur mit ganz wenigen Personen zusammen? Oder gibt es zwar viele, aber nur oberflächliche, seltene oder sporadische Kontakte. Aus der Funktion wird sich immer ein Schwerpunkt ergeben. Aber eine Balance und ein Blick auf die Angemessenheit der Kontaktdichte gehört ebenfalls in eine Vernetzungsanalyse.

 

 

Diese drei Dimensionen und die dazugehörigen Personen lassen sich in folgender „Landkarte“ darstellen.

Die Ellipsen lassen sich nutzen, um die Kontaktdichte abzubilden. Damit sind die Arbeitskontakte gemeint, nicht die Gruß-Begegnungen im Flur oder Kantine.

Die „Daumenregel“ lautet, dass ihre Kontakte möglichst gleichmäßig in der Beziehungslandschaft verteilt sein sollten. Lücken mahnen uns zu fragen, aus welchen Gründen wir einzelne Kontaktgruppen meiden.

 

 

 

 

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