Kurzberichte: Performance Management zwischen Kennzahlen und Konferenzen

Ulrich Grannemann – Wie steuer ich meine Mitarbeiter so, dass das Richtige geleistet wird und diese Leistung jeden Tag besser wird?  Ein einfaches und effektives Werkzeug können Kurzberichte sein. Welches sind typische Merkmale? Welche Vorteile bringen sie?

 
Viele Kollegen nutzen mit Erfolg Kurzberichte als Informations-, Monitoring und Verbesserungswerkzeug. Kurzberichte haben die unterschiedlichsten Namen und Bezeichnungen und Entstehungsgeschichten. Und doch gibt es typische Merkmale für dieses Werkzeug, das viele Führungskräfte nicht mehr missen möchten.
 
Kurzberichte füllen eine wichtige Lücke im Monitoring oder Performance Management (s.u.) zwischen Kennzahlen/KPI´s  (wenn diese zu grobmaschig oder nicht vorhanden sind) und den Konferenzen.
 
Kurzberichte, die nicht schon nach ein paar Monaten „wieder einschlafen“ haben laut einer kleinen Umfrage unter Kollegen folgende typischen Merkmale:
 
 
Typische Merkmale von Kurzberichten
 
Titel/Bezeichnung des Vorgangs
·          
 
Statistisches
·          
·          
   
          Umfang: ca. 100 Worte
          Typische Punkte: Titel, Statistik, Besonderheiten und Lernempfehlungen
          Hoher Standard, es ist klar zu welchen Anlässen Kurzberichte geschrieben werden und an wen sie gehen
          Sammlung der Berichte in einer Datei
 
 Besonderheiten
·          
·          
·          
·           
·           
 
Lernpunkte/Verbesserungen
·          
·          
·          
·          
·          
 
 
 
Die Vorteile der Kurzberichte liegen auf der Hand:
          Kennzahlen sind u.U. zu grobmaschig, erfassen die qualitativen Aspekte nicht oder sind gar nicht vorhanden.
          Konferenzen sind vom Zeitturnus, Zeitpunkten oder Zusammensetzung nicht für das Performance Management geeignet.
          Kurzberichte sind zeit- und ortsunabhängig, wichtig bei virtuellen Teams.
          Infos über Erfolge und Abweichungen erhalten Sie nicht zufällig, zu spät oder gar nicht (z.B. nach persönlichen Ermessen der Kollegen/Mitarbeiter).
          Standardisierung erleichtert das Schreiben, wie das Lesen. Es wird zur Gewohnheit.
          Die Information lässt sich schnell verarbeiten („Scannen“)
          Lernpunkte gehen nicht verloren (Wissensmanagement)
          Auf Abweichungen können wir schneller reagieren.
          Es macht Erfolge und Fortschritte für alle Mitarbeiter sichtbar (Motivation).
          Wichtig: es muss einen klaren „Auslöser“ für den Bericht geben (Termin, Erledigung einer bestimmten Aufgabe, bestimmter Projektfortschritt…)
 
 
 
Welche Erfahrung haben Sie gemacht? Und welche Tipps können Sie beitragen? Haben Sie Beispiele für positive wie negative Formen von Kurzberichten?
Mails bitte an Redaktion@leadion.de.
 
 
 
Zum Stichwort Performance Management:

 
Performance-Management bezeichnet das Management einer Organisation, das sich mit der systematischen, mehrdimensionalen Leistungsmessung, -steuerung und -kontrolle sowie Verfolgung verschiedener Anwendungsobjekte oder Leistungsebenen (Mitarbeiter, Teams, Abteilungen, Prozesse) mit dem Ziel der kontinuierlichen Verbesserung von individueller und Unternehmensleistung und Steuerung der Leistungserbringung befasst.
(Quelle: Wikipedia, Juni 2012)
 
 
Sie sind interessiert an weiteren Themen rund um das Thema Führung? Wir bieten individuelle Programme für Führungskräfte und Inhouse-Programme für Unternehmen. Außerdem halten wir Vorträge rund um das Thema Führung und trainieren Trainer für das Leadion-Modell.
Posted in Veränderungsmanagement.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.