Team-Gift oder Team-Vitamin: Sind Sie gut für Ihr Team?

Ulrich Grannemann– Wie werden die einzelnen Teammitglieder wahrgenommen? Verbessern oder verschlechtern sie die Stimmung im Team? Sind sie ein Team-Vitamin oder ein Team-Gift?Wer sind bei Ihnen die Teamförderer und wer schadet dem Team eher? Welche Kräfte sind in der Überzahl? Lassen sie sich und Ihr Team beurteilen oder erstellen sie eine Teamlandkarte.

Fünf Kriterien helfen bei der Einschätzung der einzelnen Teammitglieder. Das Ergebnis spiegelt auch Motivationslage und Arbeitszufriedenheit wider.

 

 

  +3 +2 +1 -1 -1 -3  
Kriterium1: Stimmung und Ausstrahlung
 Die Person hellt die Stimmung auf, ist freundlich, lächelt viel, hält Augenkontakt, grüßt mit den Augen, helle positive Stimme in den Hallos, guten Morgen US W. 

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Die Person grüßt nicht immer, Blickkontakt kurz, ausweichend, in sich versunken. Schaut eher unfreundlich drein und grüßt nur halb oder gar nicht.  
Kriterium 2: Energie
Die Person bestärkt die anderen stets durch Nicken, durch Zustimmung, holt das Positive hervor. Spricht „auf Augenhöhe“ mit den andern. 

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Die Person sieht schnell das Negative, kritisiert, benutzt häufig Kommunikationsgifte („ ja aber“, „schon wieder“, „überhaupt“, „wenigstens diesmal“, „endlich“ etc. Nutzt Killer-Phrasen wie „Das geht nicht“,  „ich hab schon zu viel zu tun, was soll ich denn noch alles machen?“. Die Person unterbricht, ist unhöflich, neigt zu Beleidigungen und Sarkasmus. Nicht immer auf Augenhöhe.
Kriterium 3: Zusammenarbeit
Die Person ist hilfsbereit, nimmt den anderen die Arbeit ab, wenn zu viel ansteht, spielt Pässe, macht andere stark, gibt Tipps und gute Ideen. Teilt Verantwortung und denkt mit.  Nimmt die Team-Meetings ernst, ist konzentriert und pünktlich. Bereitet sich vor und hat hohen Anteil am Erfolg. 

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Die Person grenzt sich ab, erklärt sich für nicht zuständig, lässt andere, auch gegenüber Dritten, im Regen stehen. Denkt nicht mit. Grenzt aus, fördert Cliquenbildung und „WIR – DIE-Denken“. Hat nie Zeit für Team-Meetings, kommt gar nicht oder zu spät.   Ist in Team-Meetings manchmal destruktiv, geht schnell ins Argumentieren, statt nach gemeinsamen Lösungen zu suchen. 
Kriterium 4: Abstimmung
 Die Person stimmt ihre Entscheidungen ab. Informiert gut, holt Gründe ein, fragt nach möglichen Einwenden oder Vetos. Respektiert die Zuständigkeiten und Verantwortungsbereiche der anderen.Trifft Absprachen und hält sie ein.

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Die Person neigt zu Alleingängen ohne Abstimmung mit Kolleginnen und Kollegen, auch an den eigenen Chefs vorbei. Versucht sich ins gute Licht zu rücken, auch auf Kosten anderer. Wildert in den Zuständigkeiten der anderen.
Kriterium 5: Umgang mit Abwesenden
 Die Person spricht über andere immer respektvoll und wohlmeinend. Hebt das positive hervor und bleibt auch bei Schwächen sachlich und respektvoll.  Spricht über Dritte, um ihnen zu helfen. 

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Die Person redet schlecht über andere, holt Negatives hervor, macht sie schlecht ohne direkt mit der anderen Person zu sprechen. Platziert Intrigen und Gerüchte. Lässt andere im schlechten Licht darstehen. 

 

Natürlich kann man die Analyse auch im stillen Kämmerchen über das gesamte Team machen.

Aber vielleicht fällt Ihnen ein Mitglied in Ihrem Team ein, mit dem Sie sich gegenseitig einschätzen können? So erhalten Sie wertvolles Feedback über Ihre eigene Wirkung.

 

Seien Sie dankbar für Kolleginnen und Kollegen, die bei allen fünf Kriterien im positiven Bereich liegen. Und überlegen Sie, was Sie tun können, um negative Ausschläge in positive umzuwandeln.

 

Ob sich dieser Kriterienkatalog auch für ein Feedback eignet? Ja, wenn Sie einen geeigneten Rahmen schaffen und die Erlaubnis haben. Dabei sollten Sie konkrete Szenen beschreiben können und nicht einfach nur Meinung kundtun.

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