“What business are you really in?”

Ulrich Grannemann – What business are you really in?, fragte Theodore Levitt*) vor 50 Jahren. Diese Frage bleibt so aktuell wie damals und das Jubiläum ist eine gute Gelegenheit, sich diese Frage wirklich immer wieder neu zu stellen.
 
Wer sein Geschäft falsch definiert, wird irgendwann sein Geschäft falsch machen – der Untergang der amerikanischen Eisenbahngesellschaft
 
Theodore Levitt bleibt uns unvergessen mit seiner Erklärung zum Niedergang der amerikanischen Eisenbahnen, die ihr Geschäft im Produkt und nicht im Nutzen sahen. Der Nutzen aber war der Transport und der wurde schließlich von anderen, ohne Beteiligung der Eisenbahngesellschaften, übernommen.
Eine Frage, die für Unternehmen gut ist, kann für Abteilungen nicht schlecht sein. Für das innere Marketing und die strategische Ausrichtung der eigenen Abteilung ist diese Frage enorm wichtig. Sie öffnet unseren Blick für den wirklichen Nutzen, für die Chancen und sie verhindert, von benachbarter Seite substituiert zu werden. So wie die Eisenbahn von den Flugzeugen und Autos substituiert wurde.
 
 
Auch Abteilungen können Ihr Geschäft falsch definieren
 
Was ist das Geschäft eines Controllers? Zahlen in Tabellen zu liefern oder Menschen bei Entscheidungen zu helfen, indem man Komplexität reduziert? Worin liegt das Geschäft eines Einkäufers? Ware günstig einzukaufen, oder die Wertschöpfungskette mit einem möglichst glatten Prozess zu versorgen? Was ist das Geschäft eines Verkäufers? Den Quartalsumsatz-Forecast zu erreichen, oder einen Verkauf gleichzeitig den Keim für den nächsten Verkauf sein zu lassen?
 
 
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Wichtiger Tipp: Ihre Kommentare, Meinungen, eigenen Erfahrungen oder Geschichten sind uns sehr wichtig! Senden Sie Ihren Gedanken an Ulrich.Grannemann@leadion.de
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Was ist die Aufgabe von Leadion?
 
Das Sie diesen Beitrag lesen können, ist ein Ergebnis dieser Frage. Die Aufgabe von Leadion ist nicht Seminare und Coachings zu machen, sondern Führungskräften zu helfen Ihren Job besser machen zu können. Egal mit welchen Produkten und auf welchen Wegen. Seminare, Workshops und Coachings bleiben wichtige Wege, aber eben nicht die einzigen.
 
 
Mein Geschäft ist nicht das, was ich tue, sondern das, wofür ich sorge.
 
 
 
 
Stellen Sie diese Frage Ihren Mitarbeitern und lassen Sie sich überraschen!
 
Fragen Sie Ihre Mitarbeiter, was eigentlich ihr Geschäft ist. Und lassen Sie sich überraschen, wie unterschiedlich die Antworten sein werden und vor allem auch, wie viel Brisanz in dieser Frage liegen kann. Die Diskussion in einer Gruppe zu dieser Frage wird alles andere als banal. Es kann den Feedbackpunkt verändern: Worauf muss ich schauen? Wo und wie entscheidet sich mein Erfolg?
 
Sie wissen nicht welche Frage Sie auf dem jährlichen Abteilungstreffen stellen sollen? Das wäre eine. Die Frage öffnet für neue Ideen, findet ganz neue Erfolgskriterien und Feedbackfelder. Neue Möglichkeiten werden nicht mehr als Bedrohung, sondern als Chance wahrgenommen. Und nicht zuletzt: Es vermittelt Sinn und bringt  uns zurück zu den Wurzeln der Motivation. Es macht einen Unterschied, ob wir „Steine glatt hauen oder einen Dom bauen“.
 
 
*) Theodore Levitt (* 1. März 1925; † 28. Juni 2006) deutscher Emigrant und Professor an der Harvard Business School. Prägte den wirtschaftswissenschaftlichen Begriff der Globalisierung im Jahre 1983 in seiner Ausgabe der Harvard Business Review.
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