Sie wollen wirklich besser werden? Der andere Blick auf sich selbst.

Ulrich Grannemann – Eine alte Regel lautet: Es kommt in der Kommunikation nicht auf die – in der Regel positive – Absicht an, was zählt ist die Wirkung, die ich bei anderen Menschen erziele. Wissen Sie, wie Sie auf andere wirken?

Dieser Beitrag dreht sich nur um eine Frage: Was sehe ich, wenn ich von außen auf mich selbst blicke, mein Verhalten aus dem Blickwinkel anderer Menschen betrachte? Was sehen meine Mitarbeiter, meine Vorgesetzten von mir? Was kommt wie an? Und ist das, was ankommt, das Richtige? Ist es das, was ankommen soll?

 
Die sechs Wege zur Selbsterkenntnis
 
Es gibt verschiedene Wege, um Impulse für die eigene Weiterentwicklung zu bekommen:
 
  1. Ich setze mir Ziele und schaue auf die Lücke zwischen Ist und Soll.
  2. Ich schaue mir an, was und wie andere Leute etwas tun.
  3. Ich springe immer wieder ins kalte Wasser und erfahre, was noch fehlt (sehr schmerzhaft) und verbessere bis ich es geschafft habe.
  4. Ich lese Bücher, Artikel (wie diesen hier) besuche Seminare und surfe im Netz.
und vielleicht der beste Weg:
 
  1. Ich frage andere, was ich besser machen könnte.
 
Der 6. Weg zur Selbsterkenntnis ist der Blick auf sich selbst – ein sehr ökonomischer Weg.
 
Wir alle können das. Spätestens als unsere Eltern sagten: „Was sollen denn die Nachbarn denken?“ mussten wir lernen, mit den Augen anderer auf uns selbst zu schauen.
 
 
Kleine Übung zum Trainieren des Blickes auf sich selbst:
 
Sie sitzen gerade vor Ihrem Computer. Was sieht jemand, der Sie dabei beobachtet? Welche Ausstrahlung geht von diesem Menschen am Computer aus? Ist diese Wirkung eher positiv oder negativ? Stark oder schwach? Gelassen oder erregt? Souverän oder unsicher?
 
 
 
Welche Ausstrahlung möchten Sie gern haben? Und wie müssten Sie sich dann anders hinsetzen oder bewegen? Welchen Gesichtsausdruck möchten Sie haben, wenn Sie sich zur beobachtenden Person umdrehen?
Auch für die Verbesserung meiner Führung kann ich diese Fähigkeit nutzen. Denn es gibt einen großen Unterschied zwischen dem, was ich denke, fühle, tue und entscheide und dem, was davon bei anderen ankommt.
Welche Ausschnitte bekommen Andere von mir mit? Und welche nicht?
 
Und in wie weit wissen meine Mitarbeiter, was in mir vorgeht? Oder sind sie darauf angewiesen, meine Mimik und Körpersprache zu lesen? Was an „Gedankenlesen“ verlange ich insgeheim von meinen Mitarbeitern?
 
 
 
Blicken Sie aus den Augen eines Mitarbeiters auf das eigene Verhalten:
 
 
Wann habe ich als Mitarbeiter das letzte Mal
 
… von Ihnen ein Lob gehört?
 
… gehört, worauf es Ihnen wirklich ankommt?
 
… gehört, wie Sie wichtige Erfolge an alle kommuniziert haben?
 
… gehört, wie stolz Sie auf mich sind?
 
… gehört, was Ihrer Meinung nach in den nächsten Jahren wichtig sein wird?
 
… die Frage, wie es mir geht, gehört?
 
… gehört, mit welchen Aufgaben Sie zufrieden, mit welchen Sie unzufrieden sind
 
 
 
  
Gefühlt ist nicht gedacht, gedacht ist nicht gesagt, gesagt ist nicht aufgenommen!
 
 
Was machen Sie gleich oder morgen anders? Welchen Termin machen Sie? Das ist der Anfang. Für die anderen Dinge, die Ihnen einfallen, nehmen Sie sich Zeit. Vielleicht ein ganzes Jahr.
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