Aufgabe, Verantwortung und Entscheidungskompetenz (A.V.E.)

Das Fundament jeglicher Arbeit!

Wofür bin ich als Führungskraft verantwortlich und wofür nicht? Nach oben sind die Führungsanforderungen offen. Man braucht nur an die Führungsfelder Motivation und Coaching zu denken. Aber wo liegt die Pflicht neben der Kür, wofür kann ich verantwortlich gemacht werden? Oder andersherum betrachtet: Auf welcher “vertraglichen” Basis stehe ich eigentlich?

Basis jeder organisierten Arbeit und stabilisierende Grundlage jeglicher Kooperation ist ein gemeinsames Verständnis von den Grundaufgaben, Grundverantwortlichkeiten und –Entscheidungskompetenzen. Sie stellen die Basis, den Grundvertrag unserer Arbeit dar. Mängel im Grundvertrag führen fast immer zu Verletzungen auf der Beziehungsebene und natürlich zu Defiziten und Reibungsverlusten in Effektivität und Effizienz in der Wertschöpfungskette.

 

 

A: Aufgabe, Ziele
Was ist eigentlich mein Aufgabenbereich? An welchen Zielkriterien, Zielerkennungsphänomenen wird meine Arbeit gemessen? Wie sicher bin ich, dass meine innere Stellenbeschreibung im Wesentlichen mit der externen Stellenbeschreiung übereinstimmt? Was wird wirklich von mir erwartet, welche Erwartungen habe ich, entstanden aus Grund- und Vorerfahrungen, aus eigener Fantasie und Kraft, selbst? Habe ich mich ausreichend vergewissert, dass keine Über- oder Untererwartungen in Arbeitsquantität und -qualität vorliegen?
V: Verantwortung
Verantwortung ist die Bereitschaft, beziehungsweise Pflicht, für eigene oder fremde Handlungen die Folgen zu tragen.
Die Größe des „Aufgaben-Balkens“ und des „Verantwortungs-Balkens“ müssen größenmäßig übereinstimmen. Die Verantwortung darf weder größer noch kleiner sein.
Dies ist der Punkt, an dem Probleme an Nahtstellen zu Vorgesetzten, Mitarbeitern und Kollegen besonders deutlich werden. Projekte gehen unter. Denn Fehler entstehen in der Regel, weil sie zwischen die empfundenen Verantwortlichkeiten der Beteiligten fallen. Diese Verantwortungslücken oder -löcher entstehen schnell durch Missverständnisse oder mangelnde Kommunikation. Verantwortungsüberlappungen führen zu Interferenzen durch “Territorialkonflikte“. Die Aufgabe der Führungskraft ist es, Klarheit in der Abgrenzung zwischen sich ständig verändernden Aufgabenpaketen zu halten.
E: Entscheidungskompetenz
In dem Maße wie ich für etwas verantwortlich bin, brauche ich auch die dafür notwendige Entscheidungskompetenz. Entscheidungskompetenz wird gerne angenommen, Verantwortung dagegen gerne abgegeben. Dies ist besonders in Kulturen der Fall, in denen Fehler stark mit Schuldgefühlen und Schuldkonten verarbeitet werden. In diesem Graubereich zwischen Verantwortung und Entscheidungskompetenz finden viele Ängste und Mobbingsymptome ihre Quelle und Nahrung. Eine, als Einzelfall gemeinte, Entscheidungskorrektur durch den Vorgesetzten, führt schnell zur generellen Abgabe der Verantwortungsbereiche seitens der Mitarbeiter.

 

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