Führung: Definition und zwei Grundtypen von Führung

 

Führung ist zielbezogene Beeinflussung Der Definitionen gibt es viele. Sucht man die Essenz, einen gemeinsamen Nenner, findet sich folgende:

Führung ist zielbezogene Beeinflussung (vgl. Neuberger 2002)

Der Zielbezug im Unternehmen ist nachvollziehbar. Inwieweit gelingt es dem System, den Nutzen zu produzieren und ihn zu Geld zu machen, diesen Nutzen in den Output und in Ziele umzusetzen.

Beeinflussung ist im Grunde bei jeder Kommunikation gegeben, die aber nicht nur von Menschen ausgehen muss. Symbole, Schrift und ähnliches tun es auch.

So weit, so nicht ausreichend um wirklich mehr Klarheit zu gewinnen.

 

Notwendigkeit von Führung. Kann es ein Unternehmen ohne Führung geben? Wohin führt uns ein Gedankenexperiment: Nämlich ist es vorstellbar ohne Führung auszukommen?

Wodurch wird ein Ein-Mann-Unternehmen geführt?
Er wird nicht durch einen Vorgesetzten, sondern durch seine Kunden geführt. Er braucht keinen Vorgesetzten, der eine Verbindung zu ihm herstellt.

D.h. Beeinflussung führt unser Verhalten in die Richtung, in der es einen sozialen Tauschnutzen produziert. Im Kern liegt hier also schon ein Anpassungsprozess. Von den vielen, vielen Möglichkeiten, die ich habe, wird mein Verhalten in die Richtung gesteuert, die Nutzen für die anderen darstellt.

Evolutions-psychologische Überlegungen zur Führung Evolutionspsychologisch lernen wir so früh uns führen zu lassen, zunächst durch die Mutter aber sehr schnell durch eine ganze Vielzahl von Personen, auf deren Bedürfnisee, Tabus und Regeln wir Rücksicht nehmen müssen, um möglichst viel Nahrung und Sicherheit zu erhalten.

Ich lerne wahrzunehmen und die Reaktionen meines Rudels richtig zu deuten, um zu überleben. Die Verhaltensweisen meiner Mitmenschen werden zu Gewohnheiten oder/und zu aggregierten Sätzen/Leitsätzen Lebensmaximen gelernt. Nur so kann das Erziehen irgendwann aufhören. Türk sieht dann Führung auch als Residualfaktor eines durch viele Stufen (Elternhaus, Schule?) vorsozialisierten Mitarbeiters. Sogesehen treten dann anstatt der DNS die verschiedenen Glaubenssätze in den Wettbewerb sozialer Systeme.

Dies gilt für die Systeminnengrenzen. Hier bedeutet Mikro-Politik, die Fähigkeiten verschiedener Werte gleichzeitig zu bedienen oder zu befriedigen.

Für die Systemaussengrenzen kommt eine andere Form von Führung hinzu. Wer führt die Horde bei der Jagd, bei Gefahr? Wer führt die Horde zum Elefanten? Hier wird das Alpha-Männchen der Leader oder Führer gleichsam von der politischen Pflicht enthoben, um sich nur noch um die richtige Entscheidung für die Zukunft eines ganzen Clans eines Unternehmens oder einer Volkswirtschaft zu kümmern. Hier flackert das Bild des rücksichtslosen Diktators. Die Individuen verzichten auf persönliche Freiheit und erhalten dafür ein Mehr an sozialer Sicherheit.

Führung überbrückt und stellt verlorene Verbindungen wieder her. FK sind Übersetzer, Transformatoren Sogesehen wohnen zwei Führungskräfte in mir:

Führungskraft 1

Sorgt für die Überbrückung der verloren gegangenen Verbindung von MA- Verhalten und (Kunden -) Nutzen.
Als Hordemitglied brauche ich nur in die Augen der Mitglieder meines Clan zu schauen , als Kleinunternehmer in die Augen meiner Kunden um Informationen zu bekommen die ich brauchen kann, um mein Verhalten zu korrigieren und zu optimieren. Kann der Kunde eines Handys dem MA sagen wie er die Lötstellen verarbeiten muss?. Oft ist es im Unternehmen von großer Bedeutung, die Informationsketten von Kunden zu MA so anzulegen und zu pflegen, dass das Verhalten gleich Leistung, Leistung gleich Ziel, Ziel gleich Output, Output gleich Nutzen und Nutzen gleich Liquidität darstellt.

Die Führungsfkraft 1 sorgt für den Aufbau und die Anpassung von Regeln, die Verhalten in Nutzen umwandeln. Und davor steht die Frage: wie verwandle ich den Nutzen in Verhalten?

Die Führungskraft 2

Sammelt Informationen von Aussen und entscheidet in welche Richtung die Horde bzw. das Unternhemen geht. Hier ist die Führungskraft der Alpha, der Pionier, der Gründer, und viele Fürungsrollen mehr. Sie trifft strategische Entscheidungen, verändert Budget, investiert Geld, Zeit, Man – Power in die eine oder andere Richtung, Projekt, Prodkukt , Markt usw.. Fürhungsbegriffe und -auffassungen wie Leadership, Innovator, Visionär, Charismatiker und ähnliche.

Welche ist wichtiger und besser, 1 oder 2?. Sicherlich ist das erst dann eindeutig zu beantworten, wenn eine von den beiden fehlt und die Andere damit überhand nimmt. Wo liegt eher meine Stärke oder meine Schwäche? Was fehlt gerade mehr? Zuviel aussen, zuwenig innen? Wo fehlt es gerade? ? Leadership Balance.

Diese Unterscheidung ist mehr als die von Außen- oder Innenorientierung. Diese beiden Grundtypen von Führen und sich führen lassen sind mindestens mehrere hundert tausend Jahre alt, und deren Wurzeln vermutlich noch viel älter.

Es gibt natürlich ausgesprochene Experten oder vielmehr Talente für Fürhrungskraft 1 oder 2. Auf dieser Ebene werden unglaubliche Fehlentscheidungen getroffen, wenn Vorstände für Bereiche Geschäftsführer einsetzen, die dringend Konsolidierung, Ruhe, Regeln, Infoflüsse brauchen, die schon chaotisch genug sind (schon zu viele Allele, Mutationen im biologischen Sinne aufweisen), Geschäftsführer die wie terrier nur draußen im Markt noch mehr Optionen aufbauen, noch mehr Möglichkeiten und Unruhe bringen. Während am anderen Ende des Unternehmens eine ?Cash.-Cow? nur noch verwaltet wird, die dringend einen neuen Columbus sucht.

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