Die wichtigsten Leitlinien für die Führung

Ulrich Grannemann -  „Gute Maximen sind der Keim zu allem Guten; prägen sie sich stark ins Gedächtnis ein, so nähren sie den Willen.“ sagt Josef Joubert. Die 10 wichtigsten Führungsleitlinien.

 

 

 

1

Sie sind Führungskraft! Sie mögen eine lernende oder nicht perfekte Führungskraft sein - aber Sie sind bereits eine!

 

Beweisen zu wollen, dass man eine Führungskraft ist, macht Sie automatisch zu einer schlechten Führungskraft. Wer glaubt, besser als seine Mitarbeiter sein zu müssen und wer beweisen möchte, dass er es verdient hat, Führungskraft zu sein, der hat schon verloren.

2

Zuerst der Blick auf die Mitarbeiter

 

Viele Führungskräfte schauen zuerst auf den eigenen Chef, den Kunden, das Lieblingsprojekt. Für viele ist Führung das, was von der eigentlichen Arbeit abhält. Führung beginnt mit der Entscheidung, zuerst auf die Mitarbeiter zu schauen. Alle starten als Mitarbeiter, die versuchen, die Erwartungen der Chefs und der Kunden zu erfüllen. Viele kommen aus dieser Perspektive nicht heraus, obwohl sie selbst Mitarbeiter haben. Wissen Sie, wie es Ihren Mitarbeitern wirklich geht, ob die Aufgaben passen, herausfordern oder motivieren?

3

Führung kommt von Demut

 

Chinesisches Sprichwort.

Ohne Demut fehlt beides: Respekt vor anderen und die Lernbereitschaft für sich selbst. „Unverschämtheit ist des Schwachen Imitation von Stärke.“ Mit der Beförderung muss der Respekt, die Höflichkeit und Freundlichkeit (RHF) zu- und nicht abnehmen.

4

Führung beginnt mit Selbstführung

 

Viele Führungskräfte machen erst das, was andere von ihnen wollen und dann das, was ihnen Spaß macht. Nicht jedoch das, was notwendig und wichtig ist. Es gäbe wesentlich weniger schlechte Führungskräfte, wenn die Mitarbeiter über die Karriere, Geld und Statusdieser Führungskräfte entscheiden müssten.

5

Führungskräfte müssen vor allem eins kennen: Sich selbst!

 

Als Persönlichkeiten haben wir Kanten und Ecken, Stärken und auch die andere Seite der Medaille: Schwächen. Wer die nicht kennt, ist schnell der Elefant im Porzellanladen, der den Schaden nicht einmal bemerkt, den er anrichtet.

6

Klar ist nicht eiskalt und respektvoll ist nicht „weich“!

 

Man kann doch nicht immer nett sein“, „Irgendwann muss man doch auch auf den Tisch hauen“, „Ich habe es im Guten versucht“ etc.: All dies sind Armutszeugnisse der eigenen Kommunikationsmöglichkeiten. Als gäbe es nur die Wahl zwischen Faschismus und Kommunismus.

7

Gelernte Führungskräfte sind besser als talentierte.

 

Gewagte These? Talente brauchen nicht selten ihr spezifisches „Biotop“. Sie scheitern, wenn Aufgabe oder Mitarbeiter wechseln. Gelernte Führungskräfte haben sich schon für die erste Führungsaufgabe anpassen müssen.

8

Gute Führung ist im Kern eins: Viele Gelegenheiten schaffen, über Arbeit zu reden!

 

Dass Führung Kommunikation ist, hat sich herum gesprochen. Die ersten scheitern, weil Sie einfach zu wenig kommunizieren. Die zweiten, weil sie zwar fachlich reden, aber nicht über Regeln, Beziehung,  Motivation und Entwicklung.

9

Führungskräfte müssen Lust haben, an Systemen zu arbeiten

 

Jede Abteilung oder Gruppe ist eine einzigartige Kombination von Aufgaben und Menschen. Wir müssen Abbildungssysteme schaffen, die diese Unternehmenseinheiten steuerbar machen.

10

Es gibt nichts Ungerechteres, als alle gleich zu behandeln.

 

Schicke keine Enten in die Adlerschule lautete der Titel eines schönen Führungsbuches von Frank McNair. Mitarbeiter zweifeln an sich selbst, wenn die Arbeit nicht gelingt. Sie kommen nicht auf die Idee, dass der Fehler bei unserer Delegation lag, weil wir zum Beispiel Aufgabenpakete zu groß, zu klein oder zu unscharf geschnürt haben.

 

 

 

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